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20 JAHRE CAPELLA ANTIQUA BAMBERGENSIS

20 JAHRE CAPELLA ANTIQUA BAMBERGENSIS Das Geburtsjahr steht fest: 1983 wuchs aus dem damals schon rund zehn Jahre spielenden "Bamberger Ensemble für Alte Musik" (lauter Musik-Hochschullehrer) eine altersmäßig noch sehr junge Gruppe, die begeistert mit dem Spielen auf damals völlig unbekannten Instrumenten umging: Krummhörner, Gemshörner, Rauschpfeifen, natürlich Blockflöten aller Größen. Durch die Ferienkurse im Haus Marteau kam die Möglichkeit hinzu, die besten Lehrer auch für Streichinstrumente zu bekommen. Jedes Mitglied lernte darauf Viola da Gamba bei Gregor Anthony, der regelmäßig zehn Jahre lang immer wieder aus seinem Schloß in Schottland zu uns kam. Weitere Lehrer und hervorragende Einblicke in die europäische Szene der Alten Musik bescherte uns stets die Sommer-Akademie zu Innsbruck. Zum Klingen gebracht wurde die weithin unbekannte, aber mitreißende Musik natürlich vor allem in Bambergs schönsten Mauern. Da gab es dann "Kreuzgang und Klostergartenkonzerte" den Madlershof und das Schrottenberg-Palais, die Musik zu allen Einweihungen restaurierter Gebäude, viele Angebote und Auftritte in ganz Deutschland. Nach der "sanften Revolution" in Tschechien auch das erste Konzert in Prag zusammen mit der Musica Bohemica bereits im November 1990, das Jahr darauf im Schloß der Schwarzenberg zu Krummau, 1993 Musik für das Festival Mitte Europa in Asch. Da hatte bereits das größte Abenteuer begonnen, in welches sich die Mitglieder der CAPELLA begaben: Die über tausend Jahre alten Mauern der Burg von Wernsdorf zu restaurieren und dann mit klingendem Leben zu füllen. Daß dabei auf Andreas, Anke, Thomas und den "Chef" nebst Ehefrau über 30.000 Stunden teils härtester Handarbeit zukommen würden, ahnte niemand. Diese sieben Jahre wurden versüßt durch anerkennende Kulturpreise wie jenen der Bayerischen Volksstiftung, des Frakenbundes, der Familie Von-Tucher und 2000 jenen der Oberfrankenstiftung. Im dritten Jahr nach Eröffnung gibt es hier über 30 öffentliche Konzerte mit wechselnden Programmen, rund 30 Baukurse für alte Instrumente, die CD-Reihe "Das Schloßkonzert", die Arbeit im "Digitalen Zentrum für Alte Musik in Bayern", besondere Integrationskurse durch Musik für Behinderte, Forschung auf dem Gebiet des frühen Hörens (schwerhörige Kinder, Kinder mit Cochlea-Implantat) - und die täglich weitergeführte Handarbeit in den immer noch unrestaurierten Gebäudeteilen neben der sommerlichen Arbeit auf rund 18.000qm Wiese / Park / Wald ums Schloß. Uns hilft ein kleiner, freundschaftlicher Förderkreis, einen Teil der Lasten zu tragen. Alte, lebendige Musik in alten Mauern: Die Erinnerung an das Paradies, sagte Hildegard von Bingen. In den kommenden Tagen und Wochen finden Sie hier ein "Capella - Special" mit Berichten, Geschichten und Anekdoten aus 20 Jahren Reisen und Musik. Konzertinfos, Fotos als Download unter: www.capella-antiqua.de oder tel: 0951-54900