www.mamboteam.com
Netzwerk für Alte Musik Advertisement
Home arrow News arrow Archiv arrow Mittelaltermusik zwischen Minne und Maria
Freitag, 16. Mai 2008
 
 
Navigation
Home
News
Downloads
Suchen
Ihre Werbung
Alte Musik Markt
Kontakt/Impressum
Links
Aktuell:
Mo Mai 12 @08:00 - 09:30
Tiroler Barocktage Götzens
Kalender
< Mai 2008 > »
Mo Di Mi Do Fr Sa So
28 29 30 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31 1
Login





Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren
Wer ist online
Advertisement
Mittelaltermusik zwischen Minne und Maria Drucken
Montag, 29. November 2004
Besinnliche Mittelaltermusik Das Hofgeismarer Musitheater Dingo wird am dritten Adventswochenende sein konzertantes Programm "O Maria Flos Virginum - Mittelaltermusik zwischen Minne und Maria", das im März bei der Kulturnacht in Nieheim Premiere hatte, erneut aufführen. Die Aufführungen finden am Freitag, dem 10.12., im Kasseler Café Brückenschlag (20.30 Uhr) und am Samstag, dem 11.12., in der Evangelischen Stephanuskirche am Hafenplatz von Bad Karlshafen (16.00 Uhr) statt. Das Programm enthält Lieder, die zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert entstanden. Lieder, in denen es um die ferne, idealisierte Frau geht - sei es nun Maria, die in ihrer ewigen Jungfräulichkeit wie ein Stern alles überstrahlt, oder sei es die geliebte Dame bei Hofe, die dem Minne-Diener viel Freude durch ihr liebliches Wesen, aber auch viel Leid durch ihre Unerreichbarkeit bringt. Schon früh verglich man die Anbetung der unerreichbaren Geliebten, wie sie die Kunst des Minnesanges prägte, mit der Marienverehrung. Und in der Tat gibt es da Überschneidungen. Maria, die unbefleckte, reine, anbetungswürdige Frau - sie ist das höchste Ideal der Reinheit und Tugend. Ähnlich imaginierte der Minnesänger in seiner Dichtung auch die hohe Dame, der er seine Lieder widmete. Doch während Maria als ferne Lichtgestalt immer ihre Anmut, Grazie und Unnahbarkeit behielt, lebt das Minnelied gerade aus der Spannung, dass der Minnesänger in all seinem entsagungsvollen Dienst für die Schöne, Edle und Gute auch voll von Verlangen nach der keuschen Dame ist. So dient er ihr mit wundem Herzen, voll von hündischer Sehnsucht nach einem einzigen freundlichen Blick, der ihm ein Ende seiner Qualen verspricht. Dargeboten werden die mittelalterlichen Werke in Latein, Spanisch, Französisch und Deutsch (Mittelhochdeutsch, meist aber in hochdeutschen Nachdichtungen). Die Lieder wurden nach alten Handschriften transkribiert und werden mit einem Instrumentarium dargeboten, das damals übliche Klangkörpern nachempfunden ist. Die Arrrangements sind jedoch nicht von Purismus und Kargheit gezeichnet, sondern wagen einen eigenen, intuitiven Zugang zum überlieferten Material. Der geistliche Teil umfasst vor allem Werke aus den "Cantigas de Santa Maria", die Alphons, der Edle, im 13. Jahrhundert zusammentrug. Die Cantigas de Santa Maria umschließen sowohl die gewaltigste als auch die intimste Musik des Mittelalters. In ihnen finden wir den Nucleus des Schmelztiegels, den man spanische Musik nennt: altindische Zigeunertradition, die musikalischen Spuren der arabischen Eroberer, den Flamenco und vieles mehr. Dingo-Leiter Dr. Lothar Jahn hat aus dieser einzigartigen Liedersammlung eine dreiteilige Suite entwickelt, die sich leitmotivisch durch das Programm zieht. Hinzu kommen Melodien aus dem "roten Buch", dem "Llibre Vermell", mit dem die Mönche von Montserrat durchreisende Pilger erfreuten und Kreuzfahrerlieder aus der Feder von Minnesängern wie Friedrich von Hausen und Walther von der Vogelweide. Der weltliche Teil umfasst weitere große Namen aus dem Minnesang: Lieder von Wizlaw von Rügen, Neidhart von Reuental, der "Wilde Alexander" und der Sänger von Obernburg werden von Dingo in modernen Nachdichtungen dargeboten, so dass die herzergreifenden Texte über das Leid des unglücklich Liebenden nachvollziehbar werden. Darunter auch ein Auszug aus dem Nibelungenlied, der die Verwandtschaft zwischen Minnesang und Ependichtung deutlich macht. Der Zeitpunkt der Konzerte veranlasst Dingo zu ein paar Ergänzungen, passend zum Advent: darunter Johannes Taulers bekanntes Kirchenlied "Es kommt ein Schiff geladen" im mittelhochdeutschen Original. Dargeboten werden die Lieder mit historischem Instrumentarium von Drehleier, Dudelsack, Laute und Rauschpfeife bis hin zu Flöten und allerlei Schlagwerk. Im Mittelpunkt steht natürlich der Gesang, solistisch und chorisch. Als Solisten sind Dagmar Jahn (Sopran), Katharina grote Lambers (Alt), Reinhold Schmidt (Tenor), Gisbert Ostermann (Bariton) und Peter Will (Bass) zu hören. Mehr Informationen und Musikbeispiele finden sich unter www.musiktheater-dingo.de
 
< zurück   weiter >
Sponsored Links
 
Top! Top!