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Nicht nur Alte Musik, aber auch: 15. Gandersheimer Dommusiktage |
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Mittwoch, 22. Juni 2005 |
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Im Grunde existiert dieses Musikfestival – neben den Göttinger Händelfestspielen das zweitwichtigste der Region – schon 25 Jahre. Aber wegen der Renovierungsarbeiten in der Stiftskirche kam es zu einer langjährigen Unterbrechung, so dass 2005 die Gandersheimer Dommusiktage zwischen dem 9. und 18. September zum 15. Mal stattfinden - unter Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Christian Wulff und veranstaltet von Concerto Gandersheim e.V. --- nebenbei für Ortsunkundige: Bad Gandersheim liegt im Dreieck Hannover - Hildesheim - Göttingen
Passend zum Gedenken an das Ende des 2. Weltkriegs vor 60 Jahren haben Intendant Martin Heubach und der Concerto-Vorstand für dieses Musikfestival das Motto „Auf der Suche nach dem Frieden“ gewählt.
Schon der erste Programmpunkt nimmt darauf Bezug: Kurt Reuber (1906-44), der Maler der „Madonna von Stalingrad“, – die nun in der Berliner Gedächtniskirche hängt –, wird am 9. September um 20 Uhr in der Stiftskirche in einer Kombination von Lesung, Kammerkonzert und Ausstellung präsentiert. Die Lesung der Texte unternimmt die Schauspielerin Sabine Wackernagel. Es spielen (Musik von Schostakowitsch und Beethoven) Vera Weht, Klavier – Andreas Lehmann, Violine – Wolfram Geiss, Violoncello.
Am Tag drauf wird – als erster Höhepunkt des Festivals – das Hilliard-Ensemble am gleichen Ort um 17 Uhr sein Programm „Love among the ruins” vorstellen. Am 11. September folgt um die gleiche Uhrzeit ein Sinfoniekonzert mit Werken von Ravel, Beethoven und Schubert. Es spielt das Orchester der Oppelner Philharmonie, Polen, unter Martin Heubach. Solist ist Hans-Dieter Meyer-Moortgat, Klavier.
Fanden die bisherigen Konzerte in Gandersheim statt, so geht es am 13. September in die St. Stephanus-Kirche Ellierode. Unter dem Titel „Musicalischer Seelenfrieden“ in der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts spielt die LAUTTEN COMPAGNEY aus Berlin. Ein weiteres Kammerkonzert folgt am 15. September im Kloster Brunshausen bei Kerzenschein. Ausführende sind Tami Krausz aus Israel, Traversflöte und Chie Hirai aus Japan, Hammerklavier. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.
Auch Erwachsene sind in einem Konzert für Kinder am 16. September willkommen, wenn der Orgelwurm Willibald um 11 Uhr, die Mühleisenorgel der Stiftskirche vorstellt und Kinder dürfen abends um 20 Uhr bestimmt die Erwachsenen begleiten, wenn auf dieser Orgel u.a. der „Karneval der Tiere“ von Saint-Saens präsentiert wird: für vier Hände und 4 Füße vom Organistenehepaar Gera aus Hamburg.
Ein weiterer Höhepunkt folgt am 17. September: „Verleih uns Frieden genädiglich“ – Musik von der Reformationszeit bis zum Ende des dreißigjährigen Krieges anlässlich des 450. Jubiläums des Augsburger Religionsfriedens von 1555 mit dem Johann Rosenmüller-Ensemble. Zum Ausklang gibt es dann am 18. September zunächst um 14.30 Uhr ein Werkstatt-Konzert mit der Capella Vocale Gandersheim und um 18 Uhr führt dieser Chor zusammen mit dem Göttinger Barockorchester und Solisten die „Missa Scala Aretina“ von Francisco Valls als jubelnden Schlusspunkt der Dommusiktage auf.
Das ist aber noch gar nicht das ganze Programm: Zwei musikalische Gottesdienste, die Ausstellung „Bläserklang im Gottes-Dienst“ und sechs Musiken zur Nacht werktags um 22.30 Uhr begleiten die Dommusiktage. Außerdem der Film „Vaya con Dios“ im Gandeon, ein Abend mit Erich Kästner im Cafe Flexx und ein Liederprogramm unter dem Motto "Nächtliche Begegnungen" (von Hexen, Elfen, Zwergen und natürlich der Liebe) im Cafe Klosterhof, Brunshausen sowie die 3. Gandersheimer Chorakademie unter Leitung von Prof. Johannes Prinz, Wien (Chordirektor des Wiener Singvereines).
Detaillierte Informationen für die Dommusiktage findet man im Internet (www.concerto-gandersheim.de) oder man kann sich auch telefonisch unter 05382 / 981612 informieren.
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